Hotels Sardinien

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    Loc. Baja Sardinia
    07020 Arzachena (OT)
    Sardinien - Italien

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Die antiken Werkstätten von Sardinien

Sardinische Handarbeit

Die Korbflechterei von Sinnai
Die Korbflechterei von Sinnai, die noch antiker als die berühmte Korbflechterei von Castelsardo ist, wird schon im 19 Jhd von Alberto Della Marmora den Körben ägyptischer Grabstätten verglichen, wegen ihres funktionellen Charakters und stilisierter Dekoration.
In Sinnai, und allgemein in Campidano, waren Körbe vor allem zur häuslichen Mehl- und Brotbereitung bestimmt, denn dieses Gebiet lebte vor allem von Landwirtschaft.
Die Ausgangsmaterialien sind vor allem Binsen und Kornhalme, die typische Form erinnert an eine umgekehrte Glocke.
Traditionell werden die Körbe durch das spiralförmige Flechten von Stroh um Binsen oder Stroh zu Zöpfen, die dann Vernäht werden, hergestellt. Die typische Dekoration ist scharlachrot.
Traditionell verwenden die Frauen von Sinnai auch naturfarbenes Stroh für die Ränder und erzeugen eine Dekoration in den sanften Farbschattierungen des Strohs.

Die Webekunst
Die Webekunst ist seit Jahrhunderten Teil der Aktivitäten jeder sardinischen Familie. Es ist wahrscheinlich, dass fast alle Familien einen eigene Webstuhl besaßen, um verschiedene Objekte für den Eigenbedarf und Tausch herzustellen.
In Sardinien lebt die Webekunst in ihrer traditionsreichen Form heute noch in zirka 40 Dörfern. Jedes Dorf hat seine besonderen Verarbeitungsweisen und Dekorationen.
Der Stoff ist wie eine Leinwand, die die Kreativität und Fantasie des Künstlers freisetzt. Die moderne industrielle Stoffherstellung hat diesen einfachen Handarbeiten großen, künstlerischen Wert verliehen. Sie sind Zeugen lokaler Tradition. Im Inneren Sardiniens existieren kleine Dörfer die in der ganzen Welt für ihre Teppiche und Wandbehänge bekannt sind.

Die Töpferkunst
Die artistische Produktion von Keramiken, der gegen 1920 drch den Einsatz von Malern und Bildhauern eine eigene Kunstschule gewidmet wurde (Scuola d’arte decorativa di Oristano von Francesco Ciusa im Jahre 1920 geleitet - Bottega d’arte ceramica di Cagliari, von Federico Melis im Jahre 1927 gegründet) geht heute ungebrochen weiter.
In den vergangenen Jahrhunderten widmete man sich, trotz der vielfältigen Einflüsse durch die Eroberer, vor allem der Herstellung von funktionalen und praktischen Gegenständen, wie Krüge, Töpfe, Schalen und Gefäße; während hingegen die Herstellung von dekorativen Krügen und Vasen besonderen Gelegenheiten vorbehalten war.
Im Mittelalter bestimmten die Verbindungen der Krughersteller, daß die traditionellen Formen der Krüge nicht variiert werden und nur eine bestimmte Anzahl hergestellt werden dürfen (1692, Statut der Alfareros). Wenn dies auch bis heute die traditionellen Formen unverwandelt bewahrt hat, wurde dadurch doch die Kreativität der Töpfermeister und die wirtschaftliche Nutzung stark beschränkt.
Heute findet man die meisten Töpferstuben um Assemini und im Hinterland von Cagliari. Zwischen den Dörfern mit antiker Töpfertradition sind die folgenden am nennenswerten: Oristano, Pabillonis, Dorgali, Sassari und Siniscola.

Die Goldschmiedekunst
Sardinische Schmuckstücke zeigen den ethnischen Stil der antiken Kultur des sardinischen Volkes. Die Schmuckstücke sind eng an die lokalen Trachten gebunden, die sie verzieren und vervollständigen.
In der Vergangenheit besaßen die Schmuckstücke eigene Bedeutungen und wurden von Mutter an Tochter weitergegeben. Um die verlorenen Bedeutungen der sardinischen Schmuckstücke (prendas) wieder zu finden, muss man auf alte Mythen zurückgreifen, denen zu folge Elfen in ihren verzauberten (Domus de Janas) Gold- und Silberfäden zu mit Edelsteinen übersäten Stoffen verarbeiteten.
In der Vorzeit besaßen die Schmuckstücke für die sardinische Bevölkerung wirklich die Kraft zwischen den Menschen und den Göttern zu vermitteln, Glück zu bringen und Böses fernzuhalten: So diente ein schwarzer Stein (ossidiana) in einem Silberkreis dazu, einen Neugeborenen vor Unglück zu schützen; wertvolle Gegenständen, die einem Toten beigegeben wurden, ließen seinen Körper unversehrt überstehen und wieder auferstehen; der Austausch von Schmuckstücken besiegelte auch die Eheschließung als Zeichen der Verbundenheit und Treue.
Vor allem die sardinische Goldschmiedekunst ist von den Eroberern beeinflusst worden.
Die Goldschmiedekunst der letzten Jahrhunderte ist nicht einheitlich, sondern variiert von Region zu Region. Die Einflüsse stammen vor allem vom Festland (Toscana und Catalanien) und lassen sich dadurch erklären, dass die Nachfrage an Kultgegenständen vor allem religiös war. Trotz allem findet man auch heute noch, vor allem in Schmuckstücken, die für die Bevölkerung gedacht waren, die Einflüsse einer alten Tradition.
Die geschichtlichen Produktionszentren waren vor allem Cagliari, Iglesias und Sassari, von wo aus sich die Goldschmiedekunst in kleinere Dörfer verbreitete.